Schlagwort: Selbstfindung

Rezension: Breakaway ♥♥♥♥♥

Nur bei dir fühle ich mich frei…

Für Lia bricht eine Welt zusammen, als ihr eine einzige Nacht zum Verhängnis wird. Nicht nur folgen ihr seitdem die Blicke und das Getuschel ihrer Kommilitonen überall auf dem Campus – selbst ihre Freundinnen wenden sich von ihr ab. Als sie es nicht länger erträgt, packt Lia kurzerhand ihre wichtigsten Sachen und setzt sich in einen Bus nach Berlin. Sie hofft, in dem anonymen Trubel der Hauptstadt einen klaren Kopf zu bekommen und wieder zu sich selbst zu finden. Doch dann trifft sie auf Noah, der ihre Welt von einem Moment auf den anderen ein weiteres Mal auf den Kopf stellt…

Fazit:

„Breakaway“, der Debütroman von Anabelle Stehl, hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ihr Schreibstil ist flüssig, man kam gut in die Geschichte rein und konnte sich voll und ganz auf die Charaktere einlassen. Zu Beginn lernen wir Lia kennen, die Hals über Kopf nach Berlin flüchtet – um den Kopf frei zu bekommen und ihrem mittlerweile chaotischen Leben zu entfliehen. Was genau sie zu dieser Flucht veranlasst erfahren wir aber erst sehr viel später im Buch. Ich fand es gut, dass ihre Beweggründe erst einmal im verborgenen blieben, so hatte man die Chance, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren.

Die Protagonisten waren mir alle sehr symphatisch, allen voran fand ich Phuong toll. Sie brachte eine gewisse Leichtigkeit in das doch leicht düstere Thema und hat der Story so einen fröhlichen Touch gegeben.

Lia und Noah zusammen waren einfach nur toll. Man merkte die Chemie zwischen den beiden, konnte bei jedem Aufeinandertreffen merken, dass sich etwas entwickelt. Es war einfach nur schön. Und auch wenn die zwei einige Hürden nehmen müssen, passt auch dies zu ihrer gemeinsamen Geschichte.

Das angesprochene Thema, die Dinge die Lia durchmachen musste – viel zu oft wird das Geschehene von den Opfern totgeschwiegen. Lia hat ihre Stimme zum Glück mit der Hilfe ihrer neuen Freunde wiedergefunden und konnte somit alles verarbeiten.

Ein wirklich toller Roman, der ein mehr als wichtiges Thema aufgegriffen und gut umgesetzt hat. Das Buch bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

Rezension: Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt ♥♥♥♥♥

Rezension: Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt ♥♥♥♥♥

Jackson Emery glaubt nicht an Versprechen. Und ich glaube nicht mehr an die Liebe. Ich bin zu zerbrochen für ihn. Und doch sind wir perfekt füreinander. Weil wir wissen, dass das zwischen und nicht für immer sein wird. Weil wir die Hoffnung längst aufgegeben haben, dass uns jemand für den Rest unseres Lebens lieben könnte. Bis der Moment des Abschieds gekommen ist und wir plötzlich merken, dass wir nie wieder ohneeinander sein können.

Fazit:

Mein zweiter Roman von Brittainy C. Cherry nahm mich mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle, ich habe gelacht, ich habe gelitten und ich habe geweint. Niemals hätte ich es für möglich gehalten, das es mich so tief berührt.

Die Protagonisten Jackson und Grace sind einfach perfekt, vom ersten Moment an haben sie mein Herz im Sturm erobert. Vor allem Jackson, der mit seiner groben Art und Weise seine eigentlich weiche Seite zu verbergen versucht hat es mir sofort angetan.

Die Kapitel sind jeweils aus der Sicht von Jackson oder Grace geschrieben, beides zusammen ergibt die perfekte Harmonie. Zwei gebrochene Seelen, die sich gemeinsam zurück ins Leben kämpfen und sich dabei auch selbst besser kennen lernen. Ganz besonders Jackson, der von Grace gezeigt bekommt, das er nicht das Monster ist, für das die ganze Stadt ihn hält. Während dem Weg der Selbstfindung kommen dunkle Geheimnisse an die Oberfläche, mit denen keiner gerechnet hat.

Können die beiden sich der Sache gemeinsam stellen? Oder wird alles auf einen Schlag zerstört? Das müsst ihr natürlich selbst herausfinden.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

 

Steffi G.

Rezension: Die tausend Teile meines Herzens ♥♥♥♥

Rezension: Die tausend Teile meines Herzens ♥♥♥♥

Stell dir vor, du triffst den Mann deiner Träume – und dann findest du heraus, dass er der eine ist, in den du dich nicht verlieben solltest …

 

Beim shoppen in der Stadt lernt die siebzehnjährige Merit den attraktiven Sagan kennen und verliebt sich so heftig in ihn, dass sie ihren sonstigen Schutzpanzer fallen lässt und sich schon bei der ersten Begegnung von ihm küssen lässt. Ein fataler Fehler – denn leider stellt sich ziemlich schnell heraus, dass Sagan für Merit absolut off limits ist. Doch anstatt ihr aus dem Weg zu gehen, bereichert Sagan in der folgenden Zeit das vor Geheimnissen wimmelnde Elternhaus von Merit mit seiner täglichen Anwesenheit. Das aber führt das ohnehin schon chaotische Familienleben völlig ad absurdum – und stürzt Merit in eine tiefe persönliche Krise.

Fazit:

Nach langem wurde es mal wieder Zeit für einen Hoover, da mich der letzte so restlos begeistern konnte. Da keines ihrer Bücher noch ungelesen bei mir zu Hause stand, musste ein neuer her. Und somit fiel meine Wahl auf diesen Roman, da mich der Klappentext sofort angesprochen hat.

Tja, was soll ich sagen – für mich war es am Ende kein typischer Hoover, wie ich sie sonst kenne. Es gab eine Menge Verwirrungen, die man erst mal verarbeiten musste. Die Protagonistin, Merit, war mir auch nicht auf Anhieb symphatisch. Ich brauchte eine gewisse Anlaufzeit, bis ich mich in ihre situation und ihr Wesen einfinden konnte. In dieser Geschichte geht es nicht nur um Merit und Sagan, die ganze Familie wird einbezogen – und das nicht immer auf die schöne Art. Den Großteil meiner Lesezeit war ich mit der Frage beschäftigt, wen ich als erstes umbringen würde. Aber auch solche Romane haben ihren Reiz, und so wurde das Buch immer interessanter und lesenswerter. Am Ende ist gar nichts so, wie man es sich vorstellt. Aber ist das nicht auch das wahre Leben? Empfehlen kann ich das Buch auf jeden fall, es ist halt nur keine typische Liebesgeschichte, wie wir sie sonst kennen.

 

Steffi G.

Rezension: Someone New ♥♥♥♥♥

Rezension: Someone New ♥♥♥♥♥

Ich mache mir ständig Gedanken, wen andere in mir sehen. Aber wenn ich bei dir bin, kann ich ganz ich selbst sein.

 

Als Micah auf ihren neuen Nachbarn trifft, kann sie es nicht glauben: Es ist ausgerechnet Julian, der wenige Wochen zuvor ihretwegen seinen Job verloren hat. Micah fühlt sich schrecklich, vor allem, weil Julian kühl und abweisend zu ihr ist und ihr nicht mal die Gelegenheit gibt, sich zu entschuldigen. Doch gleichzeitig fasziniert Micah seine undurchdringliche Art, und sie will ihn unbedingt näher kennelernen. Dabei findet sie heraus, dass Julian nicht nur sie, sondern alle Menschen auf Abstand hält. Denn er hat ein Geheimnis, das die Art, wie sie ihn sieht, für immer verändern könnte …

Fazit:

Dieses Buch habe ich mit großer Ungeduld herbeigesehnt, da ich von meinen zuerst gelesenen Laura Kneidl Büchern total angetan war. Also konnte dieses hier gar nicht schlecht sein. Und ich wurde auch nicht enttäuscht.

Von der ersten Seite an war ich in der Geschichte gefangen und habe mit Micah mitgelitten und mitgefiebert. Auch Julian war mir von Anfang an symphatisch, auch wenn er zu Beginn der Story recht mürrisch und verschlossen ist. Aber mit der Zeit versteht man, warum er sich so verhält.

Der Schreibstil war wie immer flüssig und sehr gut zu lesen, es gab keinerlei Stolperfallen, durch die das Lesen ins stocken gekommen wäre. Die Protagonisten sind mit sehr viel Liebe und detailreich geschrieben; man kann sich durchweg mit ihrer Geschichte und den einzelnen Facetten identifizieren. Ich finde es gut, das sich die Story nicht überschlägt und man langsam an das Geheimnis von Julian herangeführt wird. Trotz allem hat man in dem Moment, in dem es offenbart wird, einen Holzhammereffekt. Denn es ist wirklich nicht ohne und verändert alles. Um welches brisante Geheimnis es sich handelt, das müsst ihr natürlich selbst herausfinden. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ich freue mich schon auf den nächsten Roman von Laura.

 

Steffi G.

Rezension: Es wird keine Helden geben ♥♥♥♥

Rezension: Es wird keine Helden geben ♥♥♥♥

Wir können nichts festhalten. Nicht mal uns selbst. Wir wandern durchs Leben und lassen immer wieder Menschen hinter uns. Die wenigsten begleiten uns unser ganzes Leben lang. Ich finde, das ist das Schwerste dabei. Immer alleine zu sein. Natürlich gibt es Leute, die einem helfen können. Doch zuletzt stehen wir allein vor der Welt.

 

Es ist ein völlig normaler Schultag. Doch kurz nach dem Pausenklingeln fällt der erste Schuss. Die fünfzehnjährige Miriam flüchtet mit ihrer besten Freundin auf das Jungenklo. Als sie sich aus ihrem Versteck herauswagt, findet sie ihren Freund Tobi schwer verletzt am Boden liegen. Aber für Tobi kommt jede rettung zu spät, und Miriam verliert an diesem Tag nicht nur ihr bisher so unbeschwertes Leben.

Fazit:

In diesem Buch wird ein Thema behandelt, was uns alle etwas angeht, selbst wenn wir nicht persönlich davon betroffen sind. Die Geschichte handelt von einem Amoklauf an einer Schule und den damit verbundenen Folgen. Wie geht man am besten mit dem Geschehen um? Kann man wieder zurück in die Normalität finden? Diese beiden Fragen stellt sich Miriam, die Protagonistin, immer und immer wieder. Sie war hautnah dabei, als einer ihrer Mitschüler wahllos mit der Waffe auf Menschen schießt – Menschen, die sie schon seit Jahren kennt. Und auch der Täter ist ihr kein Unbekannter – ein Junge, den sie oft ignoriert oder gemeinsam mit anderen mies behandelt hat. Der Gedanke, dass sie zum Teil auch Schuld hat, nagt an ihr. Wären ihr Freund und all die anderen Opfer noch am Leben, wenn sie anders gehandelt hätte? Es sind so viele Fragen und Gedanken, die in Miriams Kopf schwirren – und niemand kann ihr wirklich eine Antwort geben. Alle sagen immer nur, das es irgendwann wieder besser wird. Doch niemand kann wirklich nachempfinden, wie es in ihr aussieht.

Der Roman ist von Anfang an packend und aufwühlend. Die Erzählung des Amoklaufs reißt einen mitten ins Geschehen, oft habe ich die Luft angehalten vor Anspannung. Ein gelungener Roman, der zum nachdenken anregt. Klare Leseempfehlung von mir.

 

Steffi G.